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Grenzenlos lebenswert

Vorstellung weiterer Möglichkeiten für Lärmschutz

07.11.2018 - an der BAB 3 und an der B 12 Grubweg-Kastenreuth

Autobahn

Die Stadt Passau hat seit dem Jahr 2009 auf freiwilliger Basis fast 2 Mio. Euro in verschiedene Lärmschutzmaßnahmen investiert. Diese haben zwar zu partiellen Verbesserungen geführt, in einigen Abschnitten sind die Anwohner jedoch weiterhin ungeschützt dem Verkehrslärm ausgesetzt. Aus diesem Grund stellte Oberbürgermeister Jürgen Dupper dem Ausschuss für Umwelt und Energie in seiner Sitzung am 07.11.2018 die Möglichkeiten für weitere Lärmschutzmaßnahmen an der BAB 3 und auch an der Bundesstraße B 12 im Bereich Grubweg–Kastenreuth vor.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Um die Passauer Bürgerinnen und Bürger ausreichenden Schallschutz gewährleisten zu können, haben wir in den vergangenen Jahren keine Gelegenheit ungenutzt gelassen, den Anwohnern im Einwirkungsbereich von stark verkehrsbelasteten Straßen eine verbesserte Lebensqualität zu ermöglichen. Entweder haben wir uns bei den zuständigen Stellen dafür eingesetzt oder haben die Umsetzung von Schallschutzmaßnahme selbst und mit eigener Finanzierung durchgeführt. Nach wie vor fordere ich die staatlichen Stellen im Rahmen ihrer Zuständigkeit auf, weitere Schritte zu unternehmen.“

Gestiegene Verkehrszahlen und Prognosen für weitere Steigerungen lassen keine Minderung des Lärmpegels an den Hauptverkehrsstraßen erwarten. Aus diesem Grund wurden die Ausschussmitglieder wie folgt über bereits umgesetzte Maßnahmen sowie über weitere Lösungsansätze für die Wohnbereiche an der BAB 3 und an der B 12 Grubweg-Kastenreuth informiert:

B 12 Grubweg-Kastenreuth:

Eine Analyse der Verkehrszahlen der letzten Jahrzehnte belegt stetige Steigerungen der Verkehrsentwicklung auf der B12 in diesem Bereich. Lärmbelastungskarten des Landesamts für Umwelt stellen insbesondere dar, dass erhöhte Lärmemissionen die unmittelbar angrenzenden Wohngebiete in Kastenreuth erreichen.
Das Staatliche Bauamt hat im Jahr 2013 den Straßenbelag in diesem Abschnitt erneuert. So wurde eine besondere Deckschicht aufgebracht, die eine geringfügige Lärmminderung bewirken konnte. Außerdem hat die Stadt Passau im selben Jahr 24 betroffenen Anwohnern angeboten, sie im Rahmen der Zuschussprogramme für Lärmschutzfenster und Lärmschutzlüfter zu unterstützent.
Untersuchungen des Staatlichen Bauamts und der Stadt Passau haben ergeben, dass die Errichtung einer 3 Meter hohen und rd. 400 m langen Lärmschutzwand an der B12 (linke Seite stadteinwärts) Verbesserungen für die Anwohner in Kastenreuth bewirken könnte. Die Zuständigkeit hierfür liegt beim Staatlichen Bauamt. Die Kosten für die Lärmschutzwand werden auf ca. 250.000 Euro geschätzt.

BAB 3:

Auch hier hat das stetig zunehmende Verkehrsaufkommen für die Bewohner der Stadtteile Schalding, Rittsteig und Neustift eine erhebliche Lärmbelästigung zur Folge. Alleine in den vergangenen 25 Jahren haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt (1990: 13.755, 2015: 32.814). Für die Autobahn und auch für den entsprechenden Lärmschutz ist der Bund zuständig. Daher hat Oberbürgermeister Jürgen Dupper im September ein erneutes Schreiben an die zuständige Autobahndirektion Südbayern gesendet und um eine Verbesserung der Situation gebeten.

Verschiedene umgesetzte Maßnahmen haben zu Verbesserungen in manchen Teilen geführt. So hat der Bund im Jahr 2003 eine beidseitige, ca. 700 m lange Lärm- und Spitzschutzwand in Schalding r. d. D. und im Jahr 2013 einen Lärmschutzwall im Zuge der Erweiterung der Rastanlage Donautal West errichtet. Die Stadt Passau hat 2009 in Kooperation mit der Autobahndirektion Süd eine Lärm- und Spritzschutzwand bzw. –wall auf Höhe des Brandwegs (Hammerbachtalbrücke) und einen Lärmschutzwall auf Höhe Rittsteig geschaffen.

In einigen Abschnitten sind die Anwohner jedoch weiterhin ungeschützt dem Autobahnlärm ausgesetzt. Insbesondere im Bereich Richterbachtal wird die Lebensqualität dadurch erheblich beeinträchtigt.

Untersuchungen haben ergeben, dass weitere Lärmschutzmaßnahmen auf Höhe Schalding l. d. D., im Bereich der Rastanlage Donautal Ost und beim Abschnitt Richterbachtal effektiv wären.

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